Die andere Buchmesse in Tirol Vol.4

Wir blicken erfolgreich auf die Buchmesse in Tirol zurück.

Der Bücherstand wächst mit jedem Jahr. Das Angebot wird daher immer größer und für jeden ist etwas dabei. Natürlich gab es auch wieder Kaffee und Kuchen.



Unser Programm eröffneten „Die Zeitvertreiber“

Im Anschluss verzauberte Margit das Publikum im voll gefüllten Theatersaal

Auch das Theaterstück (geschrieben von Nicole Engbers) begeisterte die Zuschauer

Beim letzten Programmpunkt für die Kinder las Margit Kröll aus ihrem Buch „Katharina … seit damals ist sie ganz anders geworden!“
„Die Zeitvertreiber“ unterstützten sie dabei musikalisch.

Auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz, denn es gab eine phantastische Lesung mit Torsten Low

.

 

Vielen Dank an die vielen Literaturbegeisterten, die uns auf der Buchmesse besucht haben.

 

 

Schon bald ist es soweit: Die andere Buchmesse in Tirol – Vol. 4 findet statt.

Am 16. September 2017 sind nicht nur die Hotelgäste, sondern auch alle externen Bücherwürmer im Theatersaal des Kinderhotels herzlich willkommen.

Kinderprogramm

15:00 Uhr – Eröffnung mit Musik von „Die Zeitvertreiber“

15:15 Uhr – Zaubershow mit Margit Kröll

16:00 Uhr – Theaterstück für Kinder von Nicole Engbers (Kindertheater „Die Rumpelkiste“ e.V.)

17:00 Uhr – Lesung ab 7 Jahre aus dem Buch „Katharina“ von Margit, mit Musik von „Die Zeitvertreiber“ (Anna-Maria, Katharina und Tobias)

18:00 Uhr – Pause

Erwachsenenprogramm:

19:00 Uhr – Phantastische Lesung mit Torsten Low

Ihr könnt euch außerdem auf Bücher unterschiedlichster Genre, und auf ein leckeres Kuchenbuffet freuen.

Der Eintritt ist wie immer frei.

Wir freuen uns schon!

Das war die andere Buchmesse Vol. 8

Nach vielen Chatterminen, haben wir (Torsten Low, Nicole Engbers und Margit Kröll) die bereits 8. Buchmesse auf die Beine gestellt. Da uns die Location vom letzten Jahr so gut gefallen hat, haben wir auch dieses Jahr den Festsaal des Bezirksamts Döbling gebucht.

Dieses Mal luden wir zwei Verlage ein, die ihre Bücher ausstellen durften und jeweils eine Stunde Lesezeit bekommen haben.

AndreBuchVerlag

ohneohren Verlag

Natürlich immer mit dabei: Torsten Low Verlag

Aylin Pritz hat ihre Bilder ausgestellt.

 

Das Programm:

 

Barbara vom AndreBuchVerlag begann mit der Eröffungslesung stellte hier die Kinderbücher aus dem Verlag vor.

 

 

 

Für gute Unterhaltung und sehr viel Publikum sorgte das Theater DIE RUMPELKISTE mit dem Stück „Frau Holle oder Maries arktische Reise“

 

 

Mit der Zaubershow beendete Margit Kröll das Kinderprogramm und  konnte dabei Kinder und Eltern zum Staunen bringen.

 

 

Andreas vom AndreBuchVerlag stellte seine Bücher für Erwachsene aus dem Verlag vor.

 

 

Danach präsentierte sechs Autoren aus dem ohneohren Verlag ihre Kurzgeschichten und Bücher.

 

 

Aus den letzten beiden Programmpunkt wurde einer gemacht.  David Sporrer begleitete die Lesung aus dem Verlag Torsten Low am Klavier.

 

 

Wir, das Team von „Das andere Buch“, wollen uns über die vielen Zuhörer bedanken, die dieses Jahr zu unserem Programm gekommen sind .
Auch über unseren treuen Fans, die uns seit der ersten Buchmesse besuchen, freuen wir uns jedes Jahr aufs Neue.

Auch im neuen Jahr gibt es „Die andere Geschichte“

Diesmal stammt die Geschichte zum Thema Heimat von unserer Gastautorin Barbara Scheck.

Fridolins neue Entdeckung

„Großmutter, wie habe ich mich erschreckt! Das hat aber eben gerumpelt draußen!“

Aufgeregt war er ins Haus gestürmt und umarmte sie furchtsam.

„Erst hat es so komisch geknirschelt, und dann – rums – hat der Boden unter meinen Füßen gewackelt. War das etwa ein Erdbeben?“

„Ach was, so lange ich hier schon lebe, hat es noch kein wirkliches Erdbeben gegeben!“, beruhigte sie den Jungen und strich durch seinen Haarschopf.

„Aber das war wirklich echt gruselig, Oma“, beteuerte der Kleine. „Da trau ich mich gar nicht mehr hinaus.“

Die Angesprochene legte das Geschirrhandtuch zur Seite, mit dem sie gerade noch den Abwasch hatte beenden wollen, und nickte.

„Gut, dann lass uns gemeinsam schauen, ob sich um unser Haus etwas verändert hat.“

Sie band ihre Schürze ab und nahm den Buben an ihre Hand. So fühlte er sich schon viel sicherer und ging mutig mit ihr vor die Haustür.

„Nun zeige mir einmal, wo du heute schon herumgestromert bist.“ Warm hüllte sie der Sommerwind ein, als sie langsam, Schritt für Schritt, dieses Gebiet durchforschten.

Tief holte sie Luft und meinte: „Riech nur, wie frisch es duftet, nachdem gestern das Gewitter die Schwüle der vergangenen Tage abgelöst hat.“

Ganz in Gedanken an das erschreckende Geschehen versunken, nickte er nur und starrte in die Richtung, aus der das  Rumpeln gekommen war.

„Da“, flüsterte er, „sieh dir nur diesen Baum an!“

Ihr Blick wanderte weiter zum Ende der kleinen Obstbaumwiese.

„Hm, ich sehe noch gar nichts, was sich verändert haben sollte“, murmelte sie vor sich hin.

Fridolin ergriff hastig ihre Hand und zog sie weiter zum Bachlauf hin.

„Hier wollte ich mein gebasteltes Holzfloß ins Wasser setzen.“ Gemeinsam überstiegen sie umherliegenden Äste und sahen gar nicht, dass diese wie zu einer kleinen Höhle zusammengeschoben waren.

Am Gewässerrand aber fiel ihr sofort etwas auf, das wirklich anders war. Sie lächelte in sich hinein und sprach leise, als wolle sie niemanden stören: „Ja, mein Junge, du hast ganz Recht. Hier ist etwas geschehen.“

Fragend schauten sie zwei große Augen an. ‚„Nun sieh einmal ganz genau hin: Dieser Baum stand gestern noch. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken, du hättest einen Weg gefunden, dieses kleine Gewässer zu überbrücken.“

„Ich?“ Kopfschüttelnd wies er den Gedanken von sich. „Nein, ich doch nicht, das musst du mir glauben!“

„Und ob ich dir glaube“, sprach die Großmutter, „denn das kannst du wahrlich nicht gewesen sein!“ Dabei wies sie auf das Ende des Stammes. „Schau nur, wie der aussieht. Eigentlich müsste hier doch…“

Aufgeregt unterbrach der Kleine seine Großmutter und rief: „…eine Wurzel dran sein, nicht wahr?!“

Langsam traten die beiden noch näher heran, und der Junge bestaunte das Ende des Baumes, um sogleich überrascht auf ein weiteres Wunder zu zeigen. „Guck mal, Oma, das sieht ja aus wie ein großer Buntstift, der in den Boden gesteckt wurde!“ – und zurückschauend auf den umgefallenen Baum: „Und der da auch, als hättest du einen Riesenanspitzer genommen, um einem Riesen einen Stift anzuspitzen!“

„Weißt du, dass du den Nagel auf den Kopf getroffen hast‚ wie man so schön sagt?“

„Wieso?“

„Es gibt hier wirklich ein Wesen, das so etwas vermag: Bäume anzuspitzen.“

„Sind wir jetzt gar in dem Märchenwald, von dem du mir immer aus deinen uralten Büchern vorliest?“

„Nun, es ist wirklich fast märchenhaft, was ich dir dazu erzählen kann“, stimmte sie zu, „aber dazu muss ich mich erst einmal setzen, denn das ist eine längere Geschichte.“

Gespannt suchte sich auch Fridolin einen bequemen Sitzplatz und lauschte ihren Worten.

 

Es ist schon eine Weile her, da meinten die Bewohner dieser Gegend, dass alles ihnen gehöre und sie es bis ins Kleinste auch ausnutzen, das Letzte aus dem Grund und Boden herausholen müssten … Doch dann kam die große Flut, die alles überschwemmte und mit sich riss, Bäume, Sträucher, Tiere und sogar Häuser … Manch ein Mensch wurde von den Wassermassen gepackt und ist darin ertrunken … Viele verloren all ihr Hab und Gut!

 

„Aber dir ist doch nichts zugestoßen, oder ? Auch das Haus steht noch und der alte Schuppen, die Heustadel haben auch nichts abbekommen?“

„Nein, denn dein Großvater war ein kluger Bauersmann. Er hatte von seinen Ahnen gelernt, mit der Natur im Einklang zu leben.“

„Was heißt das eigentlich: ,im Einklang zu leben‘?“

„Dann höre nur weiter gut zu.“

 

Während mancher nach der großen Flut aufgab, weil der Schlamm, den das Wasser mitbrachte, alles bedeckte und verschmutzte – Felder, Wiesen, Wälder und das Innere der Höfe – setzten sich Großvater und andere Interessierte zusammen, um einen Ausweg zu finden. Ihnen war nämlich aufgefallen, dass einige Gebiete kaum etwas abbekommen hatten, obgleich sie ähnlich hoch lagen. Und so brüteten und beratschlagten sie über den Fotos, die vor ihnen lagen. Nur der Alte, wie sie ihn liebevoll nannten, schwieg und lächelte in sich hinein.

 

„Warum hat er denn geschwiegen?“

Daraufhin stellte ihm die Großmutter eine Frage: „Erinnerst du dich noch daran, wie dein Vater dir verboten hat, die Ofentür anzufassen, wenn im Winter geheizt wurde?“

„Ja doch“, murmelte er verdrossen, „immer musste er nur meckern, alles war verboten und …“

„Genau“, erwiderte sie, „da hast du einfach mal nicht gehört …“

„Und da habe ich dann doch angepackt und mich arg verbrannt!“, kam es flüsternd aus seinem Mund. „Aber was hat denn das mit deiner Erzählung zu tun?“

So wie du erst einmal deine eigenen Erfahrungen sammeln musstest – du hast der Mutter später sogar gern beim Heizen geholfen, aber dich fortan geschützt – sollten die anderen eben selbst herausfinden, was sie falsch gemacht hatten!“

Sie schwiegen eine Weile vor sich hin, und jeder hing seinen Erinnerungen nach.

„Pst, da war doch was!“ Beide lauschten aufmerksam und sahen eine Bewegung in der Nähe des Wassers. Die Großmutter legte den Finger auf ihre Lippen und deutete auf ein paar schwankende Sträucher. Hinter einem Ast, über dem Wasser hängend, war ein Tier zu sehen mit einem pelzigen Köpfchen und einer glänzend schwarzen Nase. Es klammerte sich mit zierlichen kleinen Pfötchen fest, um an der Rinde zu nagen – in der Sonne sah man sogar die Nagezähnchen blitzen. Schwarze Knopfäuglein huschten geschwind hin und her, um die Umgebung im Blick zu behalten.

„Ohhhh, wie niedlich“, hauchte der Junge und wagte sich nicht zu bewegen. Auf einer gelben Schwertlilie, die ganz in seiner Nähe wuchs, ließ sich ein Trauermantel nieder und fand Gefallen an deren leicht schaukelnder Bewegung. Oma Fridas Augen hingen an diesem wunderschönen Schmetterling und glänzten vor Freude. In weiter Ferne war ein Specht zu hören; in diese Stille hinein aber platschte etwas ganz in der Nähe ins Wasser. Mit einem „Quaaaaack“ verscheuchte der kleine grüne Kerl alle Lebewesen in der Nähe.

Die beiden Bewunderer der Natur brachen in ein befreiendes Lachen aus.

„Wie schön ist es doch bei dir!“

„Das kannst du wohl zweimal sagen.“

„Ich will gar nicht mehr fort von hier.“

„Wer sich gut umschaut, entdeckt überall schöne Ecken“, mahnt sie leise, „Ecken, die man gut schützen muss, damit sich die Natur nicht eines Tages auf ihre Weise zu rächen beginnt …“

„Und wie ging es nun weiter mit der Geschichte?“

 

Alle, die bereit waren, ehrlich und offen aufzudecken, was in der Vergangenheit für Fehler gemacht wurden, erkannten die Gunst der Stunde. Jetzt war es endlich an der Zeit, etwas wieder gut zu machen. Längst hatte der eine oder andere festgestellt, dass es eine Vielzahl von Schmetterlingen, Käfern, Vögeln – eben Groß- und Kleingetier aus ihrer Kindheit – kaum oder nicht mehr gab. Gedanken darüber machte sich selten jemand. Wichtig waren zum Beispiel große Weide- und Ackerflächen, die bis an die von Menschen begradigten Flüsse reichten.

 

„Aber das braucht man doch für die Schafe und Kühe! Und dann die Felder für Getreide und so!“, warf Fridolin ein.

„Ja, genau das haben auch viele Menschen bekräftigt, und die Natur- und Umweltschützer hätten sie lieber vor die Tür gesetzt!“

„Warum konnten die sich denn nicht einigen?“

„Das ist eine gute Frage …“

„Immerhin fanden sie endlich zueinander, nachdem die Natur aufbegehrte.“

„Ach ja, erzähl weiter!“

 

Ein Umdenken hatte begonnen. Man sprach über Nachhaltigkeit und wieviel Geld ein Wiederaufbau von Biotopen kosten würde – und da kam dein Großvater ins Spiel. Er schlug vor, die Natur für sich arbeiten zu lassen. Alle blickten ihn verwundert, bestürzt oder auch nur mitleidig an. Als er aber davon berichtete, was er auf  seinem Land angesiedelt hatte, schwiegen sie ehrfurchtsvoll, denn sie kannten die wunderbaren Ländereien unserer Familie, die immer schöner wurden und inzwischen manchen Wanderer hier einkehren ließen.

 

„Lass mich raten!“

Zappelnd vor Aufregung erhob er den Finger, wie im Kindergarten, um etwas zu sagen: „Es ist das Tier, das wir gerade beobachtet haben?“

„Um genau zu sein: die vielen Tiere, die wieder zu uns zurück gefunden haben!“

Über das Gesicht Fridas zog ein helles Leuchten. „Du glaubst gar nicht, was du noch so alles hier bei uns entdecken kannst!“

„Aber wie heißt denn nun das Tier?“

„Es ist der Biber, der sich wieder hier heimisch fühlen kann. Er fällt Bäume, wie du gesehen hast, baut Burgen, gräbt Gänge …“

„Aber ist das nicht gefährlich für uns? Vielleicht gräbt er Tunnel unterm Haus, und dann stürzt es ein?!“

„Keine Angst, er hat genügend Platz. – Er braucht in Ufernähe nur zehn bis zwanzig Meter Raum, dann kommt er uns ‚nicht ins Gehege‘!“

„Aber was hat das mit Hochwasser zu tun?“

„Ach ja, richtig – dazu zeige ich die daheim einige Bilder. Da siehst du, wie der Biber in der Lage ist, Wasser zu stauen mit natürlichen Dämmen. Wie er verhindert, dass sich das Wasser wie ein Sturzbach viel zu schnell in das Tal ergießt. Seine Wasserwege sind verschlungen und zwingen das Wasser zu langsamer Gangart.“

„Und wenn doch mal wieder viel Wasser von den Bergen kommt?“

„Dann sind die Wiesen- und Sumpflandschaften rundherum gut geeignet, all dieses Wasser aufzunehmen.“

Auf Fridolins Stirn bilden sich Grübelfalten, doch dann lacht er auf. „Wenn wir also ihm sein Zuhause lassen und ihn schützen, macht er das auch für uns Menschen, richtig?!“

„Ganz richtig, mein Kleiner, wie klug du bist! Und wenn es genügend kluge Menschen gibt, dann leben wir alle wieder im Einklang mit der Natur!“

 

Über die Autorin:

…und nun zu mir:
Geboren und aufgewachsen 1950 in Cottbus.
Bücher sind, seit ich denken kann, mein ständiger Begleiter – wen wundert es, dass ich schon vor der Schule versuchte, die deutsche Schrift zu „lesen“, denn diese Art Literatur gab es am meisten zu Haus. So wurde „Deutsch“ mein Lieblingsfach und ich hatte Freude am „Schönschreiben“ und später an der Dichterei. Damit jedoch nicht genug, denn das Wort musste vorgetragen werden; so liebte ich die Rezitation und das Vorlesen und hatte großen Erfolg damit, setzte dieses Können später vielerorts auf der Bühne ein (Leitung der Studentenbühne in Halle/Saale; Mitglied bei den „schreibenden Studenten“; Mitarbeit im Theater der KSG ebendort). Nach Abschluss des Pädagogikstudiums war es für mich von besonderer Wichtigkeit, den Schülern (auch im Fachunterricht) ihre Muttersprache besonders nahe zu bringen und arbeitete später mit allen Altersgruppen ( ab zwei Jahre), um so zeitig wie möglich die Freude an der Literatur zu wecken.
Nach den vielen Wirrnissen des Lebens fand ich auf wundersame Weise den Weg zu einem Schriftsteller und dessen Verlag. Hier kann ich mich nun endlich entfalten (inbesondere als Lektorin), viel lesen und all die verschütteten Gedanken, Textfragmente und Erinnerungsfetzen sammeln, nach und nach zusammensetzen und  das beenden, was damals begann…an einem Ort, der kraftvoller nicht sein kann : Greith im Allgäu – und einem wunderbaren Partner an meiner Seite!
Barbara Scheck
Greith 8
87642 Halblech
017638841463

Das Programm für „Die andere Buchmesse Vol. 8“ steht fest

Wir haben wieder ein vielseitiges Programm zusammengestellt.
Ob Kind oder Erwachsen, ob Theaterfan oder Fantasyfan, hier ist für jeden etwas dabei:

Wann:
Sonntag, 26. Februar 2017
14:00-22:00 Uhr
Einlass ab 13:00 Uhr

Wo:
Festsaal des Bezirksamt Döbling
Gatterburggasse 14
1190 Wien

13:00 – 14:00 Ankommen, tratschen, stöbern


KINDERPROGRAMM

14:00 – 14:30 Eröffnungslesung »AndreBuchVerlag«

14:30 – 15:30 Kindertheater DIE RUMPELKISTE
»Frau Holle oder Maries arktische Reise«

15:30 – 16:00 Zaubershow mit Margit Kröll

ERWACHSENENPROGRAMM

16:30 – 17:00 Lesung »AndreBuchVerlag«

17:00 – 18:00 Lesung »ohneohren Verlag«

18:30 – 19:00 Konzert

19:00 – 20:00 Fantasy-Lesung »Verlag Torsten Low«

Änderungen vorbehalten

Auch dieses Jahr alles bei FREIEM EINTRITT!

 

Jahresrückblick 2016

Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück:


28.02.2016 Die andere Buchmesse Vol. 7 in Wien


28.02.2016 Präsentation unseres Schülerprojekts zum Thema „Flucht“ bei der anderen Buchmesse Vol. 7 in Wien


24.06.2016 Präsentation des Spenden-E-Books „Komm schnell, Achmet“ in der Albert Magnus Schule in Wien.


04.07.2016 Nominierung für den deutschen Phantastikpreis von unserem Mitglied Torsten Low


13.08.2016 Die andere Buchmesse Vol. 3 in Tirol


13.08.2016 Zum ersten Mal mit Gastaussteller – AndreBuchVerlag – bei der anderen Buchmesse Vol. 3 in Tirol


14.08.2016 Der erste Ausflug des Teams von Das andere Buch am Achensee


18.10.2016 Spenden E-Book „Komm schnell, Achmet“ für den „goldenen Stephan“ in der Kategorie „beste Anthologie“ nominiert


28.11.2016 Zwei Kindergeschichten von Nicole Engbers zum Thema Weihnachten wurden im AndreBuchVerlag veröffentlicht

Es geht weiter mit: Die andere Geschichte

Zuhause

Von Tabea Petersen stammt:
Wege der Erinnerung

Tabea

Es schlängelt sich das Schienenband
durch Wälder, felszerklüftet Land
zum Tale meiner Kindheit hin.
Und wacker schnauft die kleine Bahn:
„Ich schaff‘ es noch, ich komme an!“
Dampfwolkengrüße gen Himmel ziehn.

Auch die Wege schlängeln sich,
Pflastersteine begrüßen mich,
erkennen den vertrauten Tritt.
Langsam geh ich durch die Straßen,
mir ist, als hört ich in den Gassen
Echos von eifrigem Kinderschritt.

Die Häuser in der kleinen Stadt,
die lang auf mich gewartet hat,
öffnen mir ihre Fensteraugen,
nicken mir beim Vorbeigehn zu
und murmeln leis:
„Willkommen, du
sollst wieder in unsere Stuben schauen.“

Das eine Haus, ich seh’s von Weitem,
es grüßt mich wie in alten Zeiten.
Ob ich wohl noch den Schlüssel find?
Der Flur im kühlen Dämmerlicht,
das mich umfängt, ich fürcht es nicht.
Ich trete ein, bin wieder Kind.

Und spüre wie in jener Zeit
den Herzschlag der Geborgenheit,
vertraut ist jeder Winkel mir.
Ein jedes Ding an seinem Ort,
nur ich allein war lange fort
und ließ doch meine Seele hier.

Manches Geheimnis, Schmerz und Freuden
ist hier, geschützt vorm Lauf der Zeiten,
mir aufbewahrt in stummen Dingen,
die nun mein Finger ausgestreckt
aus ihrem Schlummer sanft erweckt,
Erinnerungen sie mir bringen.

So teilen wir die Dämmerstunde
in einvernehmlich stillem Bunde,
denn leer steht längst das alte Haus.
Und die es einst mit fleiß’gem Streben
zu einem Heim gemacht voll Leben,
für sie blieb ich zu lange aus.

Drum kann ich nur als letzten Gruß
mit einer Träne, einem Kuss
Blumen dem steinernen Engel schenken,
der mir als Kind so manche Nacht
vorm Zimmerfenster Trost gebracht.
Nun wacht er über ihr Andenken.

Bald kehr zum Alltag ich zurück,
bewahre Schmerz, Sehnsucht und Glück
im Herzen tief für stille Stunden,
wenn fern von Eile und Betrieb
ich meiner Heimat, die mir lieb,
in Gedanken bin verbunden.

 

Mehr über die Autorin

Preisverdächtig: Spenden-E-Book „Komm schnell, Achmet“ für den GOLDENEN STEPHAN nominiert

cover-ebook-flucht4v_mittelnerds-gegen-stephan.de ist ein Hobby-Blog über Nerdkultur, mit Interviews, Rezensionen und Con-Berichten.  Bereits zum dritten Mal schreiben die Blog-Betreiber den Leserpreis GOLDENER STEPHAN aus, bei dem noch bis zum 25. Oktober 2016 über Büchern und andere Produkte aus unterschiedlichsten Genre abgestimmt werden kann. Wir sind sehr glücklich, dass unser Spendenbuch „Komm schnell, Achmet“ in der Kategorie „beste Anthologie“ nominiert wurde – besonders, weil es eine verdiente Anerkennung für die SchülerInnen der Albertus Magnus Schule ist.
Sich mit Ängsten auseinandersetzen, statt diese zu schüren – mit diesem Ziel riefen wir Anfang des Jahres die jungen AutorInnen dazu auf, eine Geschichte zum Thema Flucht zu verfassen. Die SchülerInnen beschäftigten sich zuerst im Unterricht mit dem Schicksal schutzsuchender Menschen und verarbeiteten ihre Gedanken schließlich in berührenden, emphatischen Texten.
Wir freuen uns über jede Stimme! Hier könnt ihr mitvoten:
Wer das Buch noch nicht gelesen hat, kann zB beim Verlag Torsten Low  (nur hier auch als PDF) zum Preis von 3,99 € erhalten:
Der gesamte Erlös des E-Books geht übrigens an »Train of Hope«. Der politisch unabhängige Verein bietet ankommenden Flüchtlingen menschlich, unbürokratisch und weltoffen Unterstützung (siehe www.trainofhope.at).

So geht Netzwerken: Die andere Buchmesse Vol. 3 in Tirol

100_6671Gut drei Wochen sind seit der „anderen Buchmesse“ im Kinderhotel Buchau in Tirol vergangen – Zeit für einen kurzen Nachbericht. Wieder einmal hat sich all die Zeit und Mühe mehr als gelohnt, die wir in die Vorbereitung des Literaturtages gesteckt haben. Nach stundenlangen Online-Meetings und unzählbaren Mails, hatten wir ein IMG_4429Programm auf die Beine gestellt, das für alle Altersstufen etwas bot: So gab es u.a. für die Kleinsten Geschichten aus dem Buch „Der Hase Donnerstag“ von Nicole Engbers, zauberhafte Tricks von Margit Kröll und Fantasy-Geschichten aus dem Verlag Torsten Low. Für den perfekten musikalischen Ausklang sorgte Jakob Stybar, der uns mit einem breiten Repertoire an Coversongs, aber auch eigenen Stücken beeindruckte.

 

IMG_4454Erstmals konnten wir auf der „anderen Buchmesse“ auch einen Stand an einen externen Aussteller vermieten: Andreas und Barbara vom AndreBuch-Verlag waren extra mit Sack und Pack aus Bayern angereist, um „Geschichten aus der Jakobsmuschel“ sowie „Märchenhaften Impressionen“ (Grimms Märchen in Reimform) zu präsentieren.

 

IMG_4450Für uns persönlich war die Buchmesse ein voller Erfolg: Trotz des umfangreichen Programms blieb genügend Zeit, um sich auszutauschen, so dass weitere Pläne geschmiedet, ungeahnte Projekte angestoßen und neue Kontakte geknüpft werden konnten. Nein, es war mehr als das… IMG_4476Wir haben tolle Menschen kennengelernt – Menschen, mit denen man glatt in eine WG ziehen würde. Es wurde dann aber doch nur ein Tagesausflug auf dem Achensee.. ;-). Vielen Dank an Jakob, Andreas und Barbara für euer Engagement. Danke auch an das Kinderhotel Buchau, das uns wieder ganz unkompliziert seinen wunderschönen Theatersaal überlassen hat.

 

IMG_4473Um ehrlich zu sein: Trotz aller Euphorie hätten wir uns natürlich über mehr Besucher gefreut, doch das Wetter lässt sich nun einmal nicht planen. Und dass jemand bei 30 Grad doch lieber im schönen Achensee schwimmen geht, kann man niemandem verübeln.

 

Doch nach der Buchmesse ist vor der Buchmesse. Unser Events in Tirol ist kaum über die Bühne gegangen, da sind wir in Gedanken schon bei unserer nächsten Veranstaltung: Am 26. Februar 2017 wird es die bereits 8. „andere Buchmesse“ in Wien geben. Unsere Köpfe laufen schon heiß, damit wir wieder ein buntes Programm mit neuen, überraschenden Zutaten für euch zusammenbrauen können.

Lesen gegen Vorurteile – Buchpräsentation „Komm schnell, Achmet“ in der Albertus Magnus Schule Wien

IMG_3483Am 24. Juni 2016 war es endlich soweit: Mehr als 30 Grad sommerlicher Hitze konnten Eltern, LehrInnen und SchülerInnen nicht davon abhalten, in die Kapelle der Albertus Magnus Schule zu kommen. Es gab ja auch einen guten Grund – die Präsentation des Spenden-E-Books „Komm schnell, Achmet“. Deutschprofessorin Regina Baumann, die das Projekt mit ihren Schulklassen umgesetzt hat, organsierte einen Vorleseabend mit vielen berührenden Geschichten, musikalischer Umrahmung und einem herrlichen Buffet.
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Schuldirektor Christian Köhler zeigte sich in seiner Ansprache sehr erfreut über das Schreibprojekt zum Thema „Flucht“, da die Schule selbst intensiv junge Flüchtlinge betreut. Frau Baumann berichtete, dass das Projekt in ihren Klassen sehr gut angenommen worden war. So zeigten sich selbst jene SchülerInnen motiviert, denen das 4Sarah Rahbari2Verfassen von Aufsätzen sonst nicht so leicht von der Hand geht. Für „das andere Buch“ war Nicole Engbers vor Ort und bedankte sich für das Engagement der SchülerInnen, so wie bei all den Freiwilligen, die ihren Teil zum Gelingen des E-Books beigetragen haben. Sie zeigte sich außerdem sehr begeistert von der Feinfühligkeit der jungen AutorInnen, mit der diese ihre Geschichten verfasst hatten. Therese Zalud von „Train of Hope“ erzählte schließlich von der Arbeit des Vereins, der flüchtenden Menschen ganz unkompliziert und unbürokratisch Hilfe bietet (www.trainofhope.at).
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Im Mittelpunkt des Abends standen aber die SchülerInnen und ihre Geschichten. Die AutorInnen hatten extra für die Präsentation das Vorlesen geübt, so dass ihre Botschaften wunderbar zur Geltung kamen. Auch die Leckereien am Buffet stammten von den SchülerInnen. Die Einnahmen daraus kamen dem schuleigenen Flüchtlingsprojekt zugute.
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Wir sind schon jetzt, wenige Wochen nach der Veröffentlichung von „Komm schnell, Achmet“, restlos begeistert von diesem Projekt. Es hat sich jede Sekunde ausgezahlt, die wir an Arbeit, Diskussion und Kopfzerbrechen hineingesteckt haben! Das E-Book hat bei jungen Menschen die Lust am Schreiben geweckt, es trägt eine wichtige Botschaft in die Welt hinaus, es bringt Spenden für einen Verein, der enorm wichtige Hilfe leistet und hat uns, das Team von „das andere Buch“, noch mehr zusammengeschweißt.
Es könnte also sehr gut sein, dass das Schreibprojekt nicht das letzte dieser Art war…